Greifbare Zeit

Archäologie und Denkmalpflege auf der Insel Rügen

Schlagwort-Archiv: Stralsund

Fort Grahlhof

An das Ende des 19. Jahrhunderts oberhalb der Grahler Fähre errichtete preußische Fort Grahlhof erinnert heute nur noch das Wallmeisterhaus, denn nach der Aufgabe ließ der Käufer des Grundstücks die Gräben und Wälle vollständig einebnen. Nach Entwurfsplänen im Geheimen Staatsarchiv Berlin handelte es sich um ein sogenanntes Einheitsfort, den damaligen Standardtyp für Festungsbauten im Deutschen Reich. Einzelheiten zum Bau und sogar zum leitenden Bauingenieur überlieferte der Stralsunder Museumgründer Rudolf Baier (1818-1907) in seiner Schrift Die Insel Rügen nach ihrer archaeologischen Bedeutung (Stralsund, 1896). Er berichtete von einem geologischen Objekt, welches 1880 beim Bau des Stralsund gegenüber gelegenen Forts Grahlhof im Lehmboden gefunden und von dem den Bau leitenden Ingenieuroffizier, Premierlieutnant John, dem Museum als Geschenk überwiesen wurde.

rahlhof, Insel Rügen. Rayon-Plan des Forts (Ausschnitt). Geheimes Staatsarchiv Berlin.

Grahlhof, Insel Rügen. Rayon-Plan des Forts (Ausschnitt). Geheimes Staatsarchiv Berlin.

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Internationale Tagung „Kunst der Bronzezeit“ in Stralsund

Teilnehmer der Tagung am Großsteingrab von Lancken-Granitz.

Teilnehmer der Tagung am Großsteingrab von Lancken-Granitz.

Vom 15. bis zum 19. April fand im Kulturhistorischen Museum der Hansestadt Stralsund eine internationale Fachtagung zum Thema „Kunst der Bronzezeit“ statt. Die Wissenschaftler aus Russland, Schweden, Dänemark, Italien und Deutschland berichteten in ihren Referaten über Themen wie: „Der Hort von Galič – Schamanenkomplex der Bronzezeit“ (Sergej Kuz’minych, Moskau) oder „Stäbe-Zepter der Frühbronzezeit Westsibiriens; Ikonographie und Semantik“ (Vycheslav Molodin, Novosibirsk). Am letzten Tag konnten sich die Teilnehmer auf einer Exkursion ein Bild von dem einzigartigen Reichtum der Insel Rügen an vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern verschaffen.