Greifbare Zeit

Archäologie und Denkmalpflege auf der Insel Rügen

Schlagwort-Archiv: Park

Das Kriegerdenkmal im Putbuser Park

Im südwestlichen Bereich des Putbuser Schlossparks befindet sich eine aufwändige Heldengedenkstätte für die Gefallenen des 1. Weltkriegs. Das Zentrum bildet ein von Arkaden gefasster Hof, an dessen westlichem Rand ein rechteckiger Steinblock mit der Inschrift „Unsern Helden“, einem übergroßen Stahlhelm und einem Schwert, auf den Zweck der Anlage hindeutet. Der Steinblock liegt genau in Ost-West Richtung auf einer Linie zwischen dem Schwanenteich im Osten und einer mächtigen Eiche im Westen. Um den Kern ist ein zweiter Kreis aus einer niedrigen Mauer im Osten und Eibenhecken im Norden und Süden gelegt. Eine breite Öffnung lässt die Achse zwischen Steinblock und Eiche frei. Weitere Öffnungen des äußeren Kreises befinden sich im Nord- und Südosten. Nach Nordosten führt ein Weg den Hügel hinab zu einem Eichenhain. In den Weg sind Treppenstufen mit eingeschrieben Kriegsjahren zwischen 1914 und 1918 eingelassen. Diese Befunde und weitere Spuren von eisernen Kreuzen, Halterungen für Gitter, Ketten und blutroten Porphyren im Bodenbelag des inneren Kreises, lassen auf eine Symbolsprache schließen, die noch entschlüsselt werden müsste.

Putbus, Insel Rügen. Lageskizze des Kriegerdenkmals im Park.

Putbus, Insel Rügen. Lageskizze des Kriegerdenkmals im Park.

Putbus, Insel Rügen. Der zentrale Steinblock am Kriegerdenkmal ist genau Ost-West ausgerichtet.

Putbus, Insel Rügen. Der zentrale Steinblock am Kriegerdenkmal ist genau Ost-West ausgerichtet.

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Die Gutsanlage von Dubkevitz auf Rügen wird restauriert

Nach dem Verkauf der 7 ha großen Gutsanlage von Dubkevitz südwestlich von Gingst auf der Insel Rügen im vergangenen Jahr, scheint das lange leerstehende und heruntergekommene Anwesen aus dem „Dornröschenschlaf“ zu erwachen.
Die auffälligste Veränderung am Gutshaus ist das rekonstruierte Mansardendach, welches das unpassende, sattelförmige „Notdach“ ablöst. Auch das Fehlen des östlichen Anbaus, der zur Wiederherstellung der ursprünglichen Proportionen abgebrochen worden ist, deutet auf den Beginn einer besseren Zeit hin.

Dubkevitz (Rügen).

Dubkevitz (Rügen), Gutspark. Blick über das Lindentor in die Landschaft.

Der von einem Wassergraben umgebene Park war vor 250 Jahren im Stil des Barock mit Lindenbäumen in symmetrisch angeordneten Quartieren gestaltet worden. Bei einer Parkbesichtigung im Februar 2012 stellte sich heraus, dass die ursprünglichen Elemente der Gartenkultur – wenn auch stark verwildert – noch vorhanden sind, so zum Beispiel die beiden Linden am südlichen Parkrand, die den Ausblick in die freie Landschaft torartig einfassen. Die vom Büro LANDCULTUR aus Pansevitz vorgenommene Begleitplanung lässt erwarten, dass der Park von Dubkevitz bereits im Herbst 2012 in seiner alten Form erlebbar sein wird.