Greifbare Zeit

Archäologie und Denkmalpflege auf der Insel Rügen

Schlagwort-Archiv: Lancken-Sassnitz

Grabschändung bei Sassnitz

Auf dem Weg von Lancken-Sassnitz zum Baumhaus Buddenhagen liegt in einer Wiese ein unbekanntes und in keiner Fachliteratur erwähntes Großsteingrab. Im Jahr 2000 hob ein Herbststurm mit dem Wurzelteller einer umgestürzten Buche den bisher verborgenen Deckstein an und gab auf dessen glatter Unterseite den Blick auf drei Schälchen von 6 cm Durchmesser frei. Das Geschenk aus der Vergangenheit war nur von kurzer Dauer. Wenig später verwüsteten Unbekannte das Grab. 2009 fiel der Deckstein auf den Hügel zurück.

Lancken-Sassnitz, Insel Rügen. Verwüstetes Großsteingrab.

Lancken-Sassnitz, Insel Rügen. Verwüstetes Großsteingrab. Im Wurzelteller ein Deckstein mit Schälchen.

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Ein ungewöhnliches Konglomerat aus Lancken Sassnitz, Insel Rügen

Bei einem Strandspaziergang zwischen Sassnitz und Mukran fiel mir ein Gesteinsbrocken ins Auge, der sich von den sonst am Strand zu findenden Kieseln und Geschiebeblöcken unterschied. Es handelte sich um ein Konglomerat aus abgerundeten Kieseln und Bruchstücken von Sandsteinplatten (Durchmesser bis 5 cm), eingebettet in einer dunkelbraunen, harten, verkieselten Grundsubstanz aus Fossilientrümmern.

Lancken-Sassnitz, Insel Rügen. Konglomerat, Vorderseite.

Lancken-Sassnitz, Insel Rügen. Konglomerat, Vorderseite.

Lancken-Sassnitz, Insel Rügen. Konglomerat, Kante.

Lancken-Sassnitz, Insel Rügen. Konglomerat, Kantenansicht.


Die Fundstelle lag unterhalb einer im Kliff des ehemaligen Parks von Dwasieden angeschnittenen Grobschotterbank. Möglicherweise stammte der Fund aus dieser Schicht.