Greifbare Zeit

Archäologie und Denkmalpflege auf der Insel Rügen

Schlagwort-Archiv: Graffiti

Trauriges Mädchen in Binz

In der Ausgabe vom 21. März 2017 berichtete die Ostsee-Zeitung von einer Streetart-Darstellung, welche in Mainz für Beachtung und Aufregung gesorgt hat. Das Graffiti zeigt ein trauriges Mädchen, mit wenigen Strichen an die Wand gesprüht. An einem verkommenen, abrissreifen Haus an der Strandpromenade in Binz habe ich das Mädchen 2015 auch auf der Insel Rügen entdeckt; direkt neben dem Hintereingang.

Binz, Insel Rügen. Trauriges Mädchen am Hintereingang.

Binz, Insel Rügen. Trauriges Mädchen am Hintereingang.

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Soldatengraffiti

Graffiti, auf Wände oder in Baumrinde geritzte Notizen von Soldaten, sind auf der früher intensiv militarisierten Insel Rügen häufig zu finden. Der älteste Beleg stammt von dem Gelände des Sperrwaffenarsenals Tilzow bei Bergen. Am 3. Juni 1943 verewigte sich hier auf einem Baumstamm ein Soldat mit seinem Porträt. An seine Freundin in Dresden dachte vermutlich ein Soldat des Marinepionierbataillons (MPiB-18) in Sassnitz-Dwasieden, als er seine Monika in die Trümmer des Schlosses einritzte. Unklar ist die Bedeutung einer Notiz vom 26. März 1987 auf einem Bunker der Fla-Raketenabteilung 4324 in Neuenkirchen, Moritzhagener Berge. Vielleicht handelt es sich um einen Prüfvermerk.

Pastitz Forst, Insel Rügen. Baumgraffiti im Sperrwaffenarsenal Tilzow.

Pastitz Forst, Insel Rügen. Baumgraffiti im Sperrwaffenarsenal Tilzow.

Sassnitz Dwasieden, Insel Rügen. Graffiti auf einem Trümmer des Schlosses.

Sassnitz Dwasieden, Insel Rügen. Graffiti auf einem Trümmer des Schlosses.

Neuenkirchen, Insel Rügen. Graffiti auf einem Bunker.

Neuenkirchen, Insel Rügen. Graffiti auf einem Bunker.