Greifbare Zeit

Archäologie und Denkmalpflege auf der Insel Rügen

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DDR-Kunst auf der Insel Rügen

Bauwerke und öffentliche Kunstwerke aus der DDR-Zeit, die unter staatlichem Denkmalschutz stehen, sind in Mecklenburg-Vorpommern nur selten zu finden. Eine Ausnahme bildet der ehemalige Landkreis Rügen, in dem bereits in der Denkmalliste von 1997 mehrere Bau- und Kunstwerke der DDR-Zeit verzeichnet waren.

Inzwischen ist die Liste weiter angewachsen. Unter den Gebäuden treten die „Hypar-Schalen“ von Ulrich Müther mit ihrer dem Meer angepassten „Leichtigkeit“ hervor. Schöne Beispiele sind in Baabe, Glowe und Binz zu finden. Großflächige Bildwerke, darunter solche von Gudrun Arnold, Oskar Manigk, Matthias Wegehaupt, Jo Jastram und Hans Dieter Bartel können in Glowe, Sagard und Sassnitz bewundert werden. Es gibt auch Neuentdeckungen. In der Ausgabe vom 31. Januar 2012 berichtete die Ostsee-Zeitung von einem Wandbild an der ehemaligen Polytechnischen Oberschule „Egon Schulz“ in Prora. In der Form eines Triptychons thematisiert das Bild Lernen und Arbeiten. Nach Auskunft von Prof. Dr. B. Lichtnau stammt es von dem Wolgaster Künstler Klaus Rösler (* 1938). Es handelt sich um eine Auftragsarbeit mit dem Arbeitstitel „Wehrbereitschaft der Jugend; Erziehung der Jugend zu bewußten Staatsbürgern“. Ausgeführt wurde das Werk mit Alacerin-Farben auf keramischen Platten; Maße: 4,75 m mal 3,00 m. An der Strandpromenade zwischen Binz und Prora trifft man auf Skulpturen, die 1985 im Rahmen des 1. Ostseepleinairs der Gewerkschaften geschaffen wurden. Unter den Künstlern sind die Namen von Anne Sewcz und Wolfgang Friedrich zu finden.

Wandbild an der ehemaligen polytechnischen Oberschule "Egon Schulz" in Binz/Prora, Insel Rügen.

Wandbild an der ehemaligen polytechnischen Oberschule „Egon Schulz“ in Binz/Prora, Insel Rügen.