Greifbare Zeit

Archäologie und Denkmalpflege auf der Insel Rügen

Wer denkt noch an Dr. Hugo Sholto Graf von Douglas?

Einige der Gutsherren des 19. und 20. Jahrhunderts wählten ihre letzte Ruhestätte nicht auf dem Friedhof, sondern in der Nähe ihres Wohnortes. Nordwestlich des Festspielgeländes von Ralswiek entdeckte ich 2007 das völlig verfallene Grab des Großindustriellen Dr. Hugo Sholto Oskar Georg Graf von Douglas (1837-1912), dem Erbauer des Schlosses, des Parks und der skandinavischen Stabkirche in Ralswiek auf der Insel Rügen.
Im dichten Unterholz zeichnet sich ein quadratischer, mit Ilex gesäumter, ca. 20 m breiter Platz ab, der mit einem eisernen Gitter verschlossen ist. Am Ende erhebt sich auf einem Sockel ein Kreuz aus rotem Granit. Davor liegt ein umgefallenes Kreuz mit der Grabinschrift. Die unterirdische Gruft ist eingebrochen und mit Schutt gefüllt.

Ralswiek, Insel Rügen. Grabanlage von  Hugo Sholto Oskar Georg Graf von Douglas.

Ralswiek, Insel Rügen. Grabanlage von Hugo Sholto Graf von Douglas.

3 Antworten zu “Wer denkt noch an Dr. Hugo Sholto Graf von Douglas?

  1. Reinhard 13. Dezember 2014 um 00:24

    Klingt interessant. Muss ich mal auf meine ToDo-Liste setzen 🙂

    Reinhard

  2. kvelldulf 4. März 2015 um 17:53

    Hallo Markus,
    ich habe eine Frage zu einem älteren Blog „Der Schlossberg bei Sassnitz: Die älteste Burg auf Rügen“. Leider ist dort die Kommentarfunktion geschlossen.

    „In den Jahren seit 1989 wurden auch einige Oberflächenfunde vom Schlossberg gemeldet, so Flintabschläge, das Fragment einer spätneolithischen oder frühbronzezeitlichen Feuersteinsichel, unbestimmbare vorgeschichtliche Keramik und eine Reibkugel. Diese Funde legen eine Datierung im Zeitraum vom Spätneolithikum bis in die Bronzezeit nahe.“

    Was ist die Quelle für diese Sätze.
    Vielen Dank und Grüße

  3. Gabriele 27. September 2015 um 10:34

    Ich war vor 1 Monat wieder nach dem Zustand der Familiengruft schauen und war entsetzt. Sie ist mittlerweile komplett zugewachsen, die Reste der Abzäunung sind heruntergetreten, Grabsteine liegen umgestürzt und verlagert auf dem unmittelbaren Gelände. Wer zum Kreuz laufen möchte, könnte ohne weiteres 2 Meter tief in die Gruft fallen, da das Bodenloch nicht abgesichert ist. Niemand kümmert sich. Ich hatte im Schloß zumindest die Bitte um Absicherung/wenn schon nicht Instanhaltung der Grabstätte gebeten – man wollte die Gemeinde informieren. Einheimische meinen, man würde es wohl weiter verfallen lassen……