Greifbare Zeit

Archäologie und Denkmalpflege auf der Insel Rügen

Unvollendete Festungsbauten der Schweden auf der Insel Rügen

Nach dem Wechsel auf die Seite Napoleons im Frieden von Paris (6. Januar 1810) mussten die Schweden auf der Insel Rügen Maßnahmen zur Durchsetzung der Kontinentalsperre und zur Unterbindung des Schmuggels einleiten. Die vom schwedischen Generalstab gefertigten Pläne im Kriegsarchiv Stockholm machen deutlich, dass 1811 mit dem Bau von Sperrlinien und Befestigungsanlagen begonnen wurde. Eine Linie, durch die der Durchgang zwischen Spykerscher See und Tromper Wiek geschlossen werden sollte, wurde den Plänen zufolge bei Ruschvitz projektiert. Tatsächlich befinden sich oberhalb des Naturdenkmals Svatekahs im Zick-Zack verlaufende Gräben und Wallaufschüttungen in einem dichten Feldgehölz. Die Anlage wurde aber nicht fertiggestellt und nach wenigen Metern endet der Befund in einer Ackerfläche. Mit dem Ende der Franzosenzeit nach der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 war offenbar der Festungsbau auf der Insel Rügen eingestellt worden.

Schwedischer Befestigungsplan von 1811.

Ruschvitz, Insel Rügen. Schwedischer Befestigungsplan von 1811.

Ruschvitz, Insel Rügen. Blick vom Befestigungsgraben auf die Tromper Wiek.

Ruschvitz, Insel Rügen. Blick vom Befestigungsgraben auf die Tromper Wiek.

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