Greifbare Zeit

Archäologie und Denkmalpflege auf der Insel Rügen

Das Großsteingrab bei Mariendorf, Insel Rügen

In der Karte Friedrich von Hagenows (1829) ist auf dem Buchstaben „M“ des Ortsnamens „Middelhagen“ ein steinzeitliches Großsteingrab der Form 2 verzeichnet. Es wurde auch noch im preußischen Urmesstischblatt (1838) kartiert, doch nach 1904, nach der tabellarischen Auflistung bei Rudolf Baier (Vorgeschichtliche Gräber auf Rügen und in Neuvorpommern, Greifswald 1904), verliert sich die Spur. Wie die meisten Großsteingräber der Insel Rügen wurde das Mariendorfer Grab am Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund von Rationalisierungszwängen in der Landwirtschaft zerstört. Die in den alten Karten verzeichnete Stelle konnte 2012 auf einem Acker nördlich des Ortes Mariendorf am südöstlichen Rand einer Feuchtniederung lokalisiert werden.

Das Grab bei Mariendorf auf der Karte F. von Hagenows 1829.

Das Grab bei Mariendorf , Insel Rügen, auf der Karte F. von Hagenows 1829.


Hier fiel eine leichte, aber deutlich wahrnehmbare, auf ca. 30 m breitgezogene Erhebung auf. Es war die einzige Anhöhe auf dem Acker zwischen Niederung und Ortslage Mariendorf. In der Mitte befanden sich mehrere Granittrümmer und Fragmente von Rotsandsteinplatten, mit denen das Trockenmauerwerk zwischen den Trägersteinen der Grabkammer ausgeführt wurde.

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